Kein Granulatverlust - kein Kunststoffgranulat in unseren Meeren

Oceans Day am 8. Juni: Kein Kunststoffgranulat in unseren Meeren

Die Kunststoffverpackungsindustrie macht sich anlässlich des Oceans Day am 8. Juni wiederholt für die Initiative Null-Granulatverlust stark. Diese zielt darauf ab, den Verlust von Kunststoffgranulaten in die Umwelt zu verhindern. Über 70 Unternehmen der Kunststoffverpackungsindustrie beteiligen sich bereits, die Tendenz ist steigend.

Null Granulatverlust: Das Kehren vor der eigenen Haustür ist Teil einer nachhaltigen Produktion

Logo NullGranulatverlust„Die Kunststoffverpackungsindustrie engagiert sich mit der Initiative Null Granulatverlust gezielt für den Gewässerschutz“, freut sich Torben Knöß, IK-Referent Technik bei der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen und zuständig für die Initiative über die stetig wachsende Teilnehmerzahl. „Das Kehren vor der eigenen Haustür ist Teil einer nachhaltigen Produktion und für die meisten Betriebe selbstverständlich – auch dann, wenn sie noch nicht offizielles Mitglied sind. Dennoch werben wir intensiv für eine Teilnahme, um ein sichtbares Zeichen des Engagements zu setzen.“

Achtlos in die Umwelt entsorgte Verpackungen aus Kunststoff prägen aktuell die Wahrnehmung von Kunststoffverpackungen. Die Hersteller haben jedoch nur begrenzte Möglichkeiten, direkt Einfluss zu nehmen auf den Schutz der Gewässer, wollen diese aber umso engagierter nutzen. „Nur ein geringer Teil der Kunststoffabfälle in den Weltmeeren besteht aus Granulaten“, erläutert IK-Geschäftsführerin Dr.  Isabell Schmidt. „Doch auch sie werden in Flüssen, an Stränden und im Meer gefunden. Ein Zustand, den die Kunststoff erzeugende und verarbeitende Industrie gemeinsam mit ihren Logistikdienstleistern aktiv eindämmt.“

Maßnahmen zum Schutz der Gewässer zeigen Wirkung

VORHER Fassreinigungsplatz Granulatverlust

Vorher: Der Fassreinigungsplatz und seine Umgebung sind nicht einfach sauber zu halten.

Als besonders zielführend hat sich der praktische Austausch der Kunststoffverpackungshersteller untereinander erwiesen. Hier berichten die Verarbeiter beispielsweise von erfolgreichen Schulungsmaßnahmen, notwendigen baulichen Veränderungen oder speziellem Reinigungsequipment. Auch den Logistikpartnern kommt eine wichtige Rolle zu – werden die Granulat doch häufig beim Wechsel der Ladungsträger bzw. beim Öffnen und Schließen von Beförderungssystemen verloren.

NACHHER Fassreinigungsplatz Kein Granulatverlust

Nachher: Eine neue Fassreinigungsstation ersetzt den alten Reinigungsplatz.

Als Gegenmaßnahmen werden Gullys noch stärker u. a. durch Siebe gesichert, Entladestationen

werden eingehaust und Verkehrsflächen zur einfacheren Reinigung asphaltiert. Wenn nötig, werden auch die Förderleitungen mit neuen Kupplungssystemen ausgestattet.

Die IK-Initiative „Null Granulatverlust“ ist Teil des globalen Engagements der Kunststoffindustrie zu „Zero Pellet Loss“ und „Operation Clean Sweep“.

Das Problem „Marine Litter“ ist ein globales und kann auch nur global gelöst werden

Dass Europa nur 0,28 Prozent des jährlich in Weltmeeren endenden Kunststoffmüll verursacht, liegt in erster Linie an der hoch entwickelten Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Um das globale Problem Marine Litter jedoch in den Griff zu bekommen, müssen alle Beteiligten vo m Hersteller über den Endverbraucher bis zur Wiederverwertung mit anpacken. Das bestätigt auch die DVI-Studie mit dem Titel „Die Deutschen fühlen sich schuldig, verzichten wollen sie aber nicht“Dvi Nfografik Dvi Deutschlandumfrage Vernatwortung Verpackungsabfall Vermeidung 2019 WEB

Lesen Sie in unserem Newsroom.Kunststoffverpackungen mehr darüber, was die deutsche und die europäische Kunststoffindustrie und alle anderen an der Kreislaufwirtschaft beteiligten Akteure zur Reduktion des Materialeinsatzes und zur Verbesserung des Wertstoffkreislaufs unternehmen. So arbeiten Industrie, Handel und die Recyclingwirtschaft an einer wachsenden Zahl innovativer Produktverbesserungen, neuer Recycling-Verfahren oder auch Mehrweg-Geschäftsmodellen.

 

Nicht zuletzt engagieren sich immer mehr Unternehmen in vielfältigen Initiativen wie beispielsweise der „Alliance to End Plastic Waste“, mit der Ursachen wie fehlende Recycling-Systeme behoben werden sollen und die Meeresverschmutzung bekämpft werden soll. Sollten diese vielfältigen, neueren Engagements gegen Marine Litter nachhaltige Erfolge bringen, ist zu hoffen, dass diese Entwicklung eingebremst wird.

2019-06-07T09:48:10+01:00
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