IKV Aachen baut neues Plastics Innovation Center 4.0

IKV Aachen baut Plastics Innovation Center 4.0

Investition in Kunststoffinnovation – 19,5 Millionen Euro für  am Forschungsstandort Aachen

Kunststoffverarbeitung Kunststoffinnovation Plastics Innovation CenterDas Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen erhielt zum Jahreswechsel den Bescheid, dass am Standort des IKV in Aachen Melaten wieder gebaut werden kann.

Dort entsteht bis 2022 auf mehr als 4.200 Quadratmetern mit dem Plastics Innovation Center 4.0 (PIC 4.0) eine vollständig vernetzte Forschungs- und Entwicklungsumgebung. Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt 19,5 Millionen Euro; es wird gefördert durch Mittel des Landes NRW und aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Ziel: Führender Forschungsstandort für Industrie 4.0 in der Kunststoffindustrie

Mit einem ganzheitlichen Ansatz, der sowohl Forschung und Entwicklung als auch die Qualifikation von Unternehmen und Mitarbeitern im Bereich Digitalisierung in der Kunststoffverarbeitung umfasst, will das IKV zu einem weltweit führenden Industrie 4.0-Zentrum der Kunststoffindustrie werden.

Das Projekt Plastics Innovation Center 4.0 beginnt mit vorbereitenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur vollständigen Vernetzung der bestehenden Forschungsinfrastruktur und umfasst die lückenlose Dokumentation des Aufbaus einer Smart Factory. Durch die begleitende Entwicklung von Lehr- und Lernkonzepten wird der Transfer von Erkenntnissen und Forschungsergebnissen in die universitäre Lehre und in die industrielle Praxis sichergestellt. Damit sollen zukünftige Fachkräfte in der praxisnahen Umsetzung von Themen der Digitalisierung und von Kunststoffindustrie 4.0 qualifiziert werden und eine Stärkung der Wirtschaft erfolgen.

Digitalisierung komplexer Wertschöpfungsketten ein Fokus des Plastics Innovation Center

Bereits während der Bauphase und im späteren Forschungsbetrieb werden im Projekt PIC 4.0 Lösungen zur umfassenden Prozessdatenerfassung und -verarbeitung entlang komplexer Wertschöpfungsketten der Kunststoffverarbeitung erarbeitet. Im Digital Engineering wird die Bauteil- und Prozessentwicklung zudem mithilfe lückenloser Simulationsketten von den ersten Bauteilanforderungen bis zur finalen Bauteilqualität virtuell abgebildet.

Darüber hinaus wird die vernetzte Forschungsinfrastruktur auch eine Testumgebung für zukünftige Entwicklungen des Exzellenzclusters „Internet of Production“ der RWTH Aachen sein. In diesem Zusammenhang bietet das PIC 4.0 zum einen Unterstützung bei spezifischen technischen und organisatorischen Fragestellungen aus dem Praxisalltag der Kunststoffindustrie, die mit digitalisierten Prozessen verbunden sind. Zum anderen werden innovative Technologien und Ansätze der Digitalisierung erprobt, sodass auch abstrakte Konzepte und Referenzarchitekturen der Industrie erfahrbar und ihr Nutzen transparent gemacht werden können.

Pressemitteilung des IKV

2020-03-25T10:52:39+01:00
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