Lösung: Ressourcenschonende Plastikverpackung und Abfallvermeidung

Medienschau: Ressourcenschonende Plastikverpackungen

„Wertschätzen statt wegwerfen“

Bei der Europäische Wochen der Abfallvermeidung 2019 drehte sich jüngst alles um einen effizienten Umgang mit Rohstoffen. Unter dem Motto „Wertschätzen statt wegwerfen“ wurden Unternehmen und Verbraucher dafür sensibilisiert, mit Alltagsgegenständen bewusster umzugehen und Ressourcen schonend einzusetzen. Dabei spielen Kunststoffverpackungen eine wichtige Rolle, denn sie bieten eine hohe Funktionalität bei wenig Materialeinsatz und fallen bei der Ökobilanz eines Produktes kaum ins Gewicht, wie Plastics Europe berichtet. Auch der mdr schlägt in diese Kerbe und schreibt in seinem Artikel „Einzelhandel verzichtet auf Plastikverpackung bei Gurken“, dass es mittlerweile zwar kaum noch eingeschweißte Salatgurken gibt, dass dies aber insbesondere im Herbst und Winter – wenn die Gurken aus Spanien kommen – zu ganz neuen Problemen führt, da die Gurken jetzt viel schneller verderben.

Kunststoffverpackungen besser als ihr Ruf

Dass Einweg-Kunststoffverpackungen deutlich besser sind als ihr Ruf, erläutert Wolfgang Hinkel im Interview mit Lebensmittel Praxis. Er zeigt eindrucksvoll auf, dass das politische Ziel einer 70 Prozent Mehrwegquote nicht realistisch ist und es deutlich sinnvoller wäre, wenn in Europa Pfandsysteme wie in Deutschland eingeführt würden. Denn fast alle bepfandeten Getränkeeinwegverpackungen (99 Prozent der Getränkedosen, 98 Prozent der PET-Flaschen) werden über das Deutsche Pfandsystem als Sekundärrohstoffe in die Wertstoffkreisläufe zurückgeführt. „Sammeln und wiederverwerten ist die Zukunft und das nicht nur bei den Getränkeeinwegverpackungen“, ist sich Hinkel sicher.Drei Salatgurken in Plastik Folie verpackt Faktencheck Und das Handelsblatt schreibt „Bei Plastik und PET-Flaschen gibt es keine einfachen Wahrheiten“. Das größte Problem liege darin, dass vermeintliche Wahrheiten nicht infrage gestellt würden. Verbraucher, die an der Kasse auf die Plastiktüte verzichten, haben das Gefühl, etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Gleiches gilt, wenn sie Mineralwasser in Glasflaschen kaufen statt in Plastikflaschen. Dabei haben die leichteren PET-Pfandflaschen meistens eine viel bessere Ökobilanz als Glasflaschen („Überraschendes über Kunststoff„). Auch die Henkel-Nachhaltigkeitsexperten Mareike Klein und Thorsten Leopold wissen: „Es gibt nicht das böse Plastik und das gute Glas“. Sie zeigen im Interview mit Westdeutsche Zeitung auf, dass Kunststoff die umweltschonendste Verpackung für Flüssigkeiten ist. „Glas und Metall sind viel schwerer und verbrauchen deshalb im gesamten Prozess – von der Herstellung bis zum Transport – viel mehr Energie. Wir müssen mit dem Schwarz-Weiß-Denken aufhören“, erklärt Leopold.  

Meeresvermüllung den Kampf angesagt

90 Prozent des Plastikmülls in den Weltmeeren kommt aus zehn Flüssen in Asien und Afrika. Um dem entgegenzuwirken, hat das Bundesumweltministerium ein neues Förderprogramm zum Aufbau von Entsorgungs- und Recyclingstrukturen in diesen Regionen ins Leben gerufen, wie auf der Webseite des Bundesumweltministeriums zu lesen ist. Wir unterstützen diese Maßnahme zum Schutz der Meere. Die Menschen sollten darüber viel mehr erfahren und wir unsere Zeit für mehr dieser konstruktiven Lösungen statt für oberflächlich geführte Materialdiskussionen oder #Plastiktütenverbote aufwenden. Dass das Tütenverbot die aktuelle Plastikmüll-Problematik nicht beseitigen wird, wissen sowohl die Regierung als auch der Handel. „Wie Hersteller das Plastikproblem lösen“ erläutert ein Artikel in den Westfälischen Nachrichten am Beispiel der Firma Werner & Mertz. Das Unternehmen setzt auf einen geschlossenen Wertstoffkreislauf, bei dem Kunststoff eine entscheidende Rolle spielt. Denn Firmeninhaber Reinhard Schneider weiß, dass Plastik einer der ökologischsten Wertstoffe unserer Zeit sein kann, wenn wir lernen, damit richtig umzugehen. Kunststoff initiative Erde LogoUm Recycling ging es auch auf der expoSE, der europäischen Spargel- und Erdbeerbörse am 20. und 21. November in Karlsruhe, so ein Artikel auf fruchtportal.de. Dort präsentierte die Initiative ERDE ein Pilotprojekt zur Sammlung und Verwertung von gebrauchter Spargelfolie. Spargelbauern können ihre Folien dazu entweder direkt auf ihrem Hof abholen lassen oder diese an entsprechender Stelle abgeben. Was bringt das Recycling von Plastikmüll? Damit beschäftigen sich auch Sebastian Meinberg und Nadine Hadad in der PULS-Reportage. Stoßrichtung des Beitrags: Damit Plastikmüll überhaupt recycelt werden kann, muss er vorher von uns sauber getrennt werden – und landet dann doch häufig in einer Müllverwertungsanlage. Wie ließe sich das ändern?

Alternative Rohstoffe

Auf dem Rohstoffgipfel 2019 standen am 25. November alternative Rohstoffe als Beitrag zur Zirkulärwirtschaft im Mittelpunkt. Denn der Kreislaufgedanke ist bei chemischen Rohstoffen besonders wichtig: CO2 und Pflanzen anstelle von Erdöl nutzen, Kunststoffabfall als Ressource sehen – das seien vielversprechende Ansätze, um den Kohlenstoffkreislauf zu schließen und die Umwelt zu schonen, wie dechema.de schreibt.

Littering in Helsinki - Plastikmüll ist auch Verbraucherangelegenheit

Der Podcast „Die Wegwerfgesellschaft – neuer Rekord beim Verpackungsmüll“ beschäftigt sich mit der steigenden Menge an Verpackungsmüll, woran die Verbraucher einen erheblichen Anteil haben. Verpackungsmüll einzusparen ist allerdings gar nicht so einfach. Hier sind alle gefordert. Das Bundesumweltamt hat daher vor einem Jahr den Fünf-Punkte-Plan vorgestellt, der zu weniger Verpackung und mehr Recycling führen soll. Im Vordergrund steht dabei eine klügere Produktgestaltung – und genau daran arbeitet die Kunststoffindustrie. tagesspiegel.de titelt in einem Beitrag wiederum: „Bundesregierung  lässt einfachsten Weg zur CO2-Reduzierung unberücksichtigt“. Denn in ihrem Entwurf für das Klimaschutzprogramm 2030 formuliert die große Koalition zwar ihre wesentlichen Eckpunkte, allerdings widmet das Papier lediglich 16 Zeilen der Kreislaufwirtschaft. Und das, obwohl zahlreiche Studien und Berechnungen – auch des Bundesumweltamtes – ein konsequentes Recycling in Kombination mit einem europaweiten Deponieverbot als eines der besten Mittel sieht, um CO2 und andere Klimagase zu reduzieren. Dabei helfen, die Aufgaben des Klimawandels zu bewältigen, können insbesondere Naturwissenschaftler, wie kunoscoolekunststoffkiste.org schreibt – demnach brauche es dringend mehr MINT-Nachwuchs! Der Frage, wie man Kinder und Jugendliche gerade für Naturwissenschaften begeistern kann, stellten sich Pädagogen unterschiedlichster Fachrichtungen auf dem Lehrerkongress in Nürtingen. Auch PlasticsEurope und der Fonds der Chemischen Industrie waren bei der Veranstaltung mit dabei.

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2019-11-27T16:49:44+01:00
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