Mit mehr Chemie zu weniger Treibhausgasen - Ein plus für die CO2-Bilanz

Mit mehr Chemie zu weniger Treibhausgasen

17 Technologien könnten ein Viertel des heutigen CO2-Ausstoßes vermeiden

Laut einer neuen Studie des Weltchemieverbands ICCA können Chemie-Technologien auch in Zukunft helfen, in großem Umfang Treibhausgase einzusparen. Die Studie mit dem Titel „Zukunft ermöglichen. Chemische Innovationen für eine treibhausgasarme Gesellschaft“ untersuchte dafür das Potenzial von 17 Technologien aus Bereichen wie Stromerzeugung, Mobilität und Ernährung für den Klimaschutz. Diese könnten bis 2050 bis zu 10 Gigatonnen Treibhausgase einsparen, was etwa einem Viertel der heutigen globalen CO2-Emissionen entspricht.

Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) Wolfgang Große Entrup kommentierte die Studie: „Innovationen aus der Chemie sind ein wichtiger Hebel für den Klimaschutz. Wir arbeiten daran, unsere eigenen Emissionen in der Produktion zu reduzieren, um spätestens 2050 treibhausgasneutral zu sein. Unterschätzt und bei weitem noch wichtiger aber sind die Leistungen unserer Produkte. Damit reduzieren wir bei unseren Kunden ein Vielfaches an Treibhausgasemissionen.“

Studie 2019 Icca Enabling The Future

Die Studie mit dem Titel „Zukunft ermöglichen. Chemische Innovationen für eine treibhausgasarme Gesellschaft“ untersuchte das Potenzial von 17 Technologien aus Bereichen wie Stromerzeugung, Mobilität und Ernährung für den Klimaschutz. Bild: © ICCA

Große Entrup wies auf drei Technologien hin, die laut der ICCA-Studie ein besonders hohes CO2-Einsparpotenzial haben: „Bessere Solarzellen für die Stromerzeugung, Batteriespeicher mit mehr Kapazität für den Verkehrsbereich und Aminosäuren für die Tierernährung haben das größte Potenzial. Aber wir haben noch weitere Projekte in der Pipeline. Wichtig ist, dass die Gesellschaft offen für neue Technologien bleibt, damit möglichst viele davon auch in den Markt finden.“

Jüngst wies der VCI in einer eigenen Studie darauf hin, welche Wege in Deutschland beschritten werden müssen, damit die hiesige Chemie nachhaltiger werden kann. Aus Kunststoffsicht betrifft das vor allem das Schließen von Stoffkreisläufen, also insbesondere eine höhere Nachfrage nach Rezyklaten sowie recyclingfähigen und klimaschonend hergestellten Materialien. Dabei gilt hierzulande, dass Investitionen zur Senkung der Treibhausgasemissionen und zur Umstellung auf eine zirkuläre Wirtschaftsweise bereits anziehen. Generell sieht der VCI dadurch große Chancen für die deutsche Chemie erwachsen, als Treiber für andere Branchen zur Förderung und Entwicklung nachhaltiger Lösungen zu fungieren.

Mehr Information zum Thema Chemie, Nachhaltigkeit und Klima finden Sie auf der Webseite des Weltchemieverbands; wie auch die englischsprachige Studie zum Download.

Der Verband der chemischen Industrie

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.700 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. 2019 setzte die Branche 193 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.800 Mitarbeiter.

2020-01-13T14:06:28+01:00
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